OSZE, EU und Opferhilfe

10.06.2013: Bastian Finke spricht auf Europäischer Konferenz in Edinburgh

Standards in Europa unterstützen Opferschutz

31.05.2013: Prinzessin Anne Mountbatten-Windsor, Tochter von Königin Elisabeth II., sprach auf der europäischen Opferhilfekonferenz, die vom 30.05. bis 31.05.2013 in Edinburgh stattfand. © Foto VSE.

31.05.2013: Prinzessin Anne Mountbatten-Windsor, Tochter von Königin Elisabeth II., sprach auf der europäischen Opferhilfekonferenz, die vom 30.05. bis 31.05.2013 in Edinburgh stattfand. © Foto VSE.

Unter dem Motto „Hilfe für Kriminalitätsopfer in Europa“ tagte vom 30.05. bis zum 31.05.2013 der Dachverband der europäischen Opferhilfen „Victim Support Europe“ (VSE) in Edinburgh. Prominente Teilnehmerin der Konferenz war Prinzessin Anne Mountbatten-Windsor, Tochter von Königin Elisabeth II. Die Konferenz stand ganz im Zeichen der kürzlich von der EU-Kommission verabschiedeten Direktive über „Mindeststandards für die Rechte, die Unterstützung und den Schutz von Opfern von Straftaten“.

 

 

 

 

 

31.05.2013: MANEO-Projektleiter Bastian Finke referiert auf der Konferenz der Europäischen Opferhilfen ‚Victim Support Europe‘ über Hasskriminalität gegen die sexuelle Orientierung und die Notwendigkeit diversity-orientierter sowie zielgruppenspezifischer Beratungsarbeit. © Foto VSE

31.05.2013: MANEO-Projektleiter Bastian Finke referiert auf der Konferenz der Europäischen Opferhilfen ‚Victim Support Europe‘ über Hasskriminalität gegen die sexuelle Orientierung und die Notwendigkeit diversity-orientierter sowie zielgruppenspezifischer Beratungsarbeit. © Foto VSE

Über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 24 EU-Mitgliedsstaaten, die 32 nationale Opferhilfe-Dachorganisationen repräsentierten, hatten sich zu der zweitägigen Konferenz in der schottischen Hauptstadt versammelt, unter ihnen MANEO-Projektleiter Bastian Finke, der Mitglied des geschäftsführenden Ausschusses des ‚Arbeitskreises der Opferhilfen in Deutschland (ado)“ ist und dort den ado vertrat. MANEO ist seit 1993 Mitglied im ado. Er sprach auf der Konferenz über Hasskriminalität gegen die sexuelle Orientierung und diversity-orientierter Beratungsarbeit. „Die besonderen Bedürfnisse von Menschen, die Opfer vorurteilsmotivierter Hassgewalt werden, müssen in der Opferhilfearbeit berücksichtigt werden. Diese ergeben sich mitunter aus gesellschaftlichen Diskriminierungsmustern, in denen sie aufgewachsen sind und die fortbestehen. Daraus leitet sich die Notwendigkeit zielgruppenspezifischer Opferhilfearbeit ab“, so Bastian Finke.


12.12.2010: Freunde seit über 30 Jahren

Friedensnobelpreisträgerin besucht MANEO

Alte Freunde: Die Friedensnobelpreisträgerin Mairead Corrigan-Maguire zu Besuch bei Bastian Finke, MANEO-Projektleiter.

Die nordirische Friedensnobelpreisträgerin und Trägerin der Carl-von-Ossietzky-Medaille Mairead Corrigan-Maguire besuchte am gestrigen Sonntag einen persönlichen Freund: MANEO-Projektleiter Bastian Finke. Bei dieser Gelegenheit informierte sie sich über aktuelle Entwicklungen in der Anti-Gewalt-Arbeit von MANEO.
„Eure Arbeit ist vorbildlich.“
Ihr Einsatz für Gewaltlosigkeit ist bis heute der rote Faden in ihrer Arbeit: 1976 hatte Mairead Corrigan-Maguire die nordirische Friedensbewegung „Peace People“ mitbegründet, wofür sie den Friedensnobelpreis erhielt. Bastian Finke, der sie kurz darauf in Belfast kennengelernt hatte, begleitete in den folgenden Jahren ihre Arbeit; er engagierte sich selbst über zehn Jahre lang aktiv in der nordirischen Versöhnungsarbeit, nicht selten mit persönlichem Risiko. Seit Ende der 70er Jahre verbindet beide eine persönliche Freundschaft. 1987 organisierte er einen Aufenthalt für die Nobelpreisträgerin in Berlin, bei dem es zu einem bewegenden friedenspolitischen Nachtgebet in der Evangelischen Sophiengemeinde in Ost-Berlin mit rund 700 Teilnehmern kam. Hier solidarisierte sich Corrigan-Maguire öffentlich mit der Arbeit von Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtlern in der DDR und formulierte ihren Appell „Blossom where you are“. Sie rief die Menschen in der DDR dazu auf, den Wandel im Land aktiv zu unterstützen.
„Gestalte und verändere dort, wo du lebst“.
Im Rahmen ihres Besuches informierte sich Corrigan-Maguire über die aktuelle Arbeit von MANEO. Im Jahr des Mauerfalls gegründet, blickt MANEO als Berlins schwules Anti-Gewalt-Projekt auf nunmehr 20 Jahre Erfahrung und auf zahlreiche Erfolgsgeschichten zurück.
Corrigan-Maguire bekundete ihre Anerkennung und ihren Respekt vor den Ar-beitsleistungen und dem unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiter und Helfer, die diese Arbeit tragen und möglich machen. „Gestalte und verändere dort, wo du lebst – das gilt heute genauso. Eure Arbeit ist vorbildlich und wichtig. Macht weiter so!“


 

01.12.2010: MANEO verbessert Kooperationen mit den USA

Im Büro des Bürgermeisters von Milwaukee (v.l.n.r.): Terry Perry, Manager, Office of Violence Prevention, Jennifer Gonda, City of Milwaukee, Senior Legislative Fiscal Manager, Bastian Finke, MANEO.

Im Büro des Bürgermeisters von Milwaukee (v.l.n.r.): Terry Perry, Manager, Office of Violence Prevention, Jennifer Gonda, City of Milwaukee, Senior Legislative Fiscal Manager, Bastian Finke, MANEO.

Studienreise durch sieben Metropolen in den USA
Die Spende einer Privatperson trug dazu bei, dass MANEO-Projektleiter Bas-tian Finke im Herbst 2010 einen seit vielen Jahren gehegten Wunsch realisie-ren konnte: eine Studienreise durch die USA. Die Studienreise, die organisatorisch durch die „National Coalition of Anti Violence Programs“ in den USA begleitet worden war, wurde von der Berliner Senatskanzlei ausdrücklich begrüßt. Der Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit unterstützte die Reise mit einem Begleitschreiben und erklärte Bastian Finke zum Repräsentanten Berlins.
‚Hate Crime Laws’ wurden in den USA entwickelt und besitzen hier eine ausge-prägte Geschichte. Seit den spektakulären Tötungsverbrechen an zwei schwulen Männern 1998 in den USA hatte sich Ende der 90er Jahre eine Gesetzesreformini-tiative mit ihren Namen und der Forderung verbunden, Hassverbrechen gegen die sexuelle Orientierung ebenso mit einer Straferhöhung zu versehen wie dies bereits bei Hasskriminalität aufgrund der Rasse, Hautfarbe, Religion, Nationalität oder Herkunftsland in den USA der Fall war. Der ‚Matthew Shepard and James Byrd, Jr. Hate Crimes Prevention Act’ wurde schließlich 2009, nach zehn Jahren politischen Tauziehens, von Präsident Barack Obama unterzeichnet.

 

Im Büro des Bürgermeisters von San Francisco (v.l.n.r.): Steve Kawa, Chief of Staff, Jennifer Thompson, SFPD, Community Relations, Bastian Finke, MANEO

Im Büro des Bürgermeisters von San Francisco (v.l.n.r.): Steve Kawa, Chief of Staff, Jennifer Thompson, SFPD, Community Relations, Bastian Finke, MANEO

Die 17tägige Studienreise dauerte vom 24.10. bis zum 09.11.2010. Auf dem Programm standen Gespräche und Begegnungen mit über 60 VertreterInnen von 40 LGBT- Organisationen, Anti-Gewalt- Projekten, Polizei, Staatsanwaltschaft und Stadtverwaltung in sieben Städten: Chicago, Milwaukee, Denver, Laramie, San Francisco, Los Angeles/ Hollywood- West und New York. Die Gespräche unterstützen den Erfahrungsaustausch und internationale Kooperationen von MANEO.

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