Paten des Berliner Toleranzbündnisses

 

0.10.14: Auf dem MANEO Charity Gala Event im Quatsch Comedy Club im Friedrichstadt-Palast wurden die Vertreter der neuen Paten des Berliner Tole-ranzbündnisses Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (mi.) und Bezirks-bürgermeister Reinhard Naumann (li) vom MANEO Leiter Bastian Finke (re.) herzlich begrüßt. Foto: B. Dummer.

Die Bezirke Tempelhof-Schöneberg und Charlottenburg-Wilmersdorf über-nehmen seit dem 20.10.2014 die Patenschaft für das Berliner Toleranz-bündnis.

Seit 2009 organisiert MANEO das ‚Berliner Toleranzbündnis‘ (BTB), das mit der von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin (DKLB) geförderten „MANEO- Gewaltpräventionskampagne: Berliner Bündnis gegen Homophobie und Gewalt“ geplant und ins Leben gerufen wurde. Bislang sind dem Bündnis 130 Unterneh-men und Events beigetreten. Gemeinsam mit ihnen will MANEO eine gesell-schaftliche „Gay-Straight-Alliance“ befördern, Brücken zwischen Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*personen und Heterosexuellen stärken. Betont wird das Gemeinsame und Verbindende, die Förderung gesellschaftlicher Toleranz und Vielfalt, das entschlossene Eintreten gegen Homophobie und Hassgewalt, gegen jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Dazu erklärte Reinhard Naumann,
Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin:

„Für mich war es selbstverständlich, dass unser Bezirk eine Patenschaft übernimmt für das Berliner Toleranzbündnis, das heute 130 Mitglieder zählt und von Jahr zu Jahr weiter wächst. Das Netzwerk aus Unternehmen, privaten und öffentlichen Institutionen ist ein Bündnis gegen Homophobie und Gewalt, für Freiheit und Toleranz in einem bunten, weltoffenen Berlin. Wenn Länder wie Russland, Iran oder Nigeria Gesetze gegen das Sprechen und Schreiben über ab-weichende sexuelle Orientierungen erlassen, dann schränken sie damit nicht nur die Mei-nungsfreiheit ein, sondern bringen auch ihre Verachtung westlicher Werte zum Ausdruck, die sie als „dekadent“ verunglimpfen. Diese weltweite Auseinandersetzung zwischen Freiheit und Intoleranz findet auch bei uns in Charlottenburg-Wilmersdorf statt, denn leider gibt es auch bei uns immer wieder homophobe, antisemitische, fremdenfeindliche und rassistische Aktionen. Deshalb ist es wichtig, sich zu bekennen, aufzustehen und wachsam zu sein. Wir dürfen solche Taten nicht dulden und müssen ihnen entschieden mit rechtsstaatlichen Mitteln sowie Zi-vilcourage vor Ort im Stadtteil entgegen treten. Intoleranz, Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt dürfen bei uns keinen Platz haben.“

Dazu erklärt Angelika Schöttler,
Bezirksbürgermeisterin von Schöneberg-Tempelhof von Berlin:

„Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist vielfältig und weltoffen. Trotzdem machen die immer wieder vorkommenden Übergriffe auf Lesben, Schwule, Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle deutlich, dass die Akzeptanz der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt auch in Tempelhof-Schöneberg nicht von allen Menschen getragen wird. Deshalb dürfen wir nicht weghören, wenn jemand wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert wird. Und dürfen nicht wegschauen, wenn Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität Unrecht geschieht. Wir brauchen tolerante Gesellschaften – hier und überall in der Welt. Mit der Übernahme der Pa-tenschaft für das Berliner Toleranzbündnis will der Bezirk Tempelhof-Schöneberg gemeinsam mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ein Zeichen setzen: gegen Homophobie und Hassgewalt und für einen positiven Wandel hin zu Toleranz, Akzeptanz sowie Respekt vor se-xueller Vielfalt.“

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